Deledda

Deledda

Grazia Deledda

 (1871-1936)

da: Sino al confine – II parte, III capitolo

letto da:

Monica Bauco

 

 

aus: Bis an die Grenze – Zweiter Teil, Kap. III

gelesen von:

Frauke Poolmann

La vita è bella quando noi sappiamo amarla; ma bisogna uscire dal cerchio del nostro io, per essere felici. Basta vivere un pochino accanto agli altri, paragonare la nostra felicità all’altrui dolore, il nostro dolore all’altrui felicità, e cercar di sapere, di lottare, di vivere in comunione con la natura, di ammirarla quando è bella, combatterla quando è cattiva, e sentirci orgogliosi di essere uomini, felici di esser sani, soddisfatti di esser utili a noi ed agli altri. Lei comprende queste cose. Bisogna anche praticarle; si sforzi un poco, Gavina: io sarei infelice accorgendomi non di essermi ingannato ritenendola capace di amarmi, ma d’essermi ingannato ritenendola capace di amare la vita. Gavina? Parlando egli si animava, diventava quasi bello. Le prese una mano, gliela baciò più volte, ripetendo in tono interrogativo: Gavina? Gavina? Ella non era abituata a questi modi, a questo linguaggio, e suo malgrado l’immagine della vita che egli le faceva balenare davanti agli occhi stanchi di contemplare un orizzonte vuoto la turbava.

Das Leben aber ist schön, wenn wir es nur zu lieben verstehen. Wir müssen aus dem Kreise unseres Ichs heraus, um glücklich zu sein. Wir brauchen nur ein wenig mit den andern zu leben, unser Glück mit anderer Leid zu vergleichen und unser Leid mit anderer Glück! Und wir müssen zu begreifen, zu widerstehen suchen, in Gemeinschaft mit der Natur leben, sie bewundern und uns ihrer erfreuen, wenn sie schön ist, gegen sie ankämpfen, wenn sie uns feindlich ist, stolz sein, daß wir Menschen sind, glücklich, daß wir gesund sind, und zufrieden, wenn wir uns und anderen zu nützen vermögen. Sie sind fähig, alles das zu begreifen, Gavina, aber Sie müssen auch danach handeln. Geben Sie sich nur ein wenig Mühe! Wahrlich, Gavina, ich würde weniger unglücklich sein, sollte mich die Hoffnung getäuscht haben, Sie würden mich lieben lernen, als wenn mich die Hoffnung getäuscht hätte, Sie könnten das Leben lieben lernen. Gavina? Und wie er sich über dem Sprechen belebte, ward er beinahe schön. Er nahm ihre Hand, küßte sie und wiederholte in fragendem Ton: Gavina? Gavina? An solche Weise und an solche Sprache war sie nicht gewöhnt. Gegen ihren Willen erregte sie das Bild des Lebens, das er vor ihr aufleuchten ließ, vor diesen Augen, die des Ausblicks ins Leere so müde waren.