Heine

Heine1

 

 

 

Christian Johann Heinrich Heine

(1797-1856)

gelesen von:
Ulrich Pleitgen

 

 

letto da:
Marcello Sbigoli

Du bist wie eine Blume

Du bist wie eine Blume,
So hold und schön und rein;
Ich schau’ dich an, und Wehmuth
Schleicht mir in’s Herz hinein.
Mir ist, als ob ich die Hände
Auf’s Haupt dir legen sollt’,
Betend, daß Gott dich erhalte
So rein und schön und hold.

Tu sei come un fiore

Tu sei come un fiore così soave,
bella e pura;
io ti guardo e la malinconia s’insinua nel mio cuore. Mi sento come se dovessi portarti  le mani sul capo,
pregando che Dio ti conservi
cosi pura e bella e soave.

Glück und Unglück

Das Glück ist eine leichte Dirne,
Und weilt nicht gern am selben Ort;
Sie streicht das Haar dir von der Stirne
Und küßt dich rasch und flattert fort.

Frau Unglück hat im Gegenteile
Dich liebefest ans Herz gedrückt;
Sie sagt, sie habe keine Eile,
Setzt sich zu dir ans Bett und strickt.

 Felicità e infelicità

La felicità è una donna dissoluta cui non piace restare nello stesso luogo;
ti carezza i capelli della fronte
e ti bacia veloce e svolazza via.

La Signora Infelicità invece, ti ha proprio preso nel suo cuore,  con tanto amore. Dice che non ha fretta, si siede accanto a te sul letto e fa la maglia.