Mann

Mann

Thomas Mann

(1875-1955)

aus: Tonio Kröger

gelesen von:
Dominik Freiberger

 

 

da: Tonio Kröger

letto da:
Ivano Bini

 Mehr als einmal stand er mit erhitztem Angesicht an einsamen Stellen, wohin Musik, Blumenduft und Gläsergeklirr nur leise drangen, und suchte in dem fernen Festgeräusch deine klingende Stimme zu unterscheiden, stand in Schmerzen um dich und war dennoch glücklich. Mehr als einmal kränkte es ihn, daß er mit Magdalena Vermehren, die immer hinfiel, sprechen konnte, daß sie ihn verstand und mit ihm lachte und ernst war, während die blonde Inge, saß er auch neben ihr, ihm fern und fremd und befremdet erschien, denn seine Sprache war nicht ihre Sprache; und dennoch war er glücklich. Denn das Glück, sagte er sich, ist nicht, geliebt zu werden; das ist eine mit Ekel gemischte Genugtuung für die Eitelkeit. Das Glück ist, zu lieben und vielleicht kleine, trügerische Annäherungen an den geliebten Gegenstand zu erhaschen. Und er schrieb diesen Gedanken innerlich auf, dachte ihn völlig aus und empfand ihn bis auf den Grund. T r e u e! dachte Tonio Kröger. Ich will treu sein und dich lieben, Ingeborg, solange ich lebe! So wohlmeinend war er.

Più d’una volta eccitato in viso si recò in quei luoghi dove musica, profumo di fiori e tintinnar di bicchieri trapelavano solo sommessamente, e nel lontano e festoso rumore cercava d’individuare la sua voce ridente, addolorato per te e pure allo stesso tempo felice. Più d’una volta soffrì perché poteva parlare con Magdalena Vermehren, quella che cadeva sempre, perché lei lo comprendeva, rideva con lui, era seria con lui, mentre la bionda Inge, anche se gli era accanto, appariva sempre distante, lontana ed estranea: la sua lingua non era la loro. Ma ancora, nonostante questo, era felice. Perché la felicità, ripeteva a se stesso, non è essere amati: questa può essere soltanto una soddisfazione per la propria vanità mista a disgusto. La vera felicità è amare, e, forse, riuscire in piccoli quanto illusori avvicinamenti all’oggetto amato. E scrisse dentro di sé questo pensiero, ripensandolo e trovandone sino in fondo l’intima essenza. Fedeltà!, pensava Tonio Kröger. Voglio esserti fedele ed amarti, Ingeborg, finché avrò vita! Tanto sincero era nei suoi intenti.