Schlink

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Bernhard Schlink
(1944)
aus:Der Vorleser
gelesen von:
Bernt Hahn
da: A Voce Alta
letto da:
Stefano Masoni

Warum macht es mich so traurig, wenn ich an damals denke? Ist es die Sehnsucht nach vergangenem Glück – und glücklich war ich in den nächsten Wochen, in denen ich wirklich wie blöd gearbeitet und die Klasse geschafft habe und wir uns geliebt haben, als zähle sonst nichts auf der Welt. Ist es das Wissen, was danach kam und daß danach nur ans Licht kam, was schon da war?

Warum? Warum wird uns, was schön war, im Rückblick dadurch brüchig, daß es häßliche Wahrheiten verbarg? Warum vergällt es die Erinnerung an glückliche Ehejahre, wenn sich herausstellt, daß der andere die ganzen Jahre einen Geliebten hatte? Weil man in einer solchen Lage nicht glücklich sein kann? Aber man war glücklich! Manchmal hält die Erinnerung dem Glück schon dann die Treue nicht, wenn das Ende schmerzlich war. Weil Glück nur stimmt, wenn es ewig hält? Weil schmerzlich nur enden kann, was schmerzlich gewesen ist, unbewusst und unerkannt? Aber was ist unbewußter und unbekannter Schmerz?

Mit freundlicher Genehmigung des Diogenes Verlages Zürich

Perché mi rende così triste pensare a quel tempo? È nostalgia della felicità perduta? E fui felice, oh sì, nelle settimane che seguirono, quando sgobbai davvero come un deficiente e venni promosso e facemmo l’amore come se non contasse nient’altro nel mondo. O anche sapere quel che vien dopo, e sapere che dopo viene alla luce solo ciò che c’era già?

Perché? Perché mai, guardando indietro, ciò che era bello ci si sgretola davanti per il fatto che celava spiacevoli verità? Perché il ricordo degli anni felici di matrimonio s’intorbida, quando si scopre che l’altro ha avuto un amante per tutti quegli anni? Per il fatto che in tali circostanze non si può essere felici? Ma si è pur stati felici! A volte il ricordo non si rivela tanto fedele nei confronti della felicità se la fine è stata dolorosa. Per il fatto che la felicità è tale solo se dura in eterno? Per il fatto che può finire solo dolorosamente ciò che era doloroso in modo inconsapevole e non riconosciuto? Ma che cos’è il dolore inconsapevole e non riconosciuto?